Der nächste Vereinsabend der Ornis findet am Dienstag den 14.November 2017 ab 19.30 Uhr im Landgasthaus Halfbrodt, Hauptstraße 47 in 49457 Drebber statt.

 

Um bestimmte Zuchtziele zu erreichen, sollte der Züchter wissen, wie er die verschiedenen Farbschläge verpaaren muss. Wir wollen dabei helfen, die Vererbung einzelner Mutationen zu verstehen.

Bei allen Angaben der Verpaarungen sind aber zwei Aspekte von großer Wichtigkeit:

1) Alle genannten Prozentberechnungen sind Durchschnittsangaben und das Ergebnis einer theoretischen Vielzahl von Gelegen.

2) Die Ergebnisse der Verpaarungen haben nur Gültigkeit, solange die genaue Vererbungsweise und die Farben der Eltern bekannt sind. Sollten Verpaarungen zu anderen Ergebnissen führen, dann enthält sicher einer der Elternteile, oder auch beide, eine dem Züchter nicht bekannte Farbe / Mutation.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, das eine neue Mutation entstanden ist, aber gerade dann sind Kenntnisse der Vererbungslehre hilfreich!

 

 

Die Mendelsche Theorie in sechs Sätzen:

Faktorenregel

Die äußerlich sichtbaren Eigenschaften hängen von Anlagen (Erbfaktoren bzw. Genen) ab, welche ihren Sitz in den Keimzellen der Eltern, also in den unbefruchteten Eizellen der Weibchen bzw. den Samenfäden der Männchen haben. Bei der Befruchtung treffen stets zwei entsprechende Erbanlagen zusammen, die dann später die in Erscheinung tretenden Erbeigenschaften bestimmen.

Spaltungsregel

Bei der Reifung der Eizellen bzw. der Samenfäden trennen sich die Anlagen eines Anlagenpaares wieder voneinander und kommen stets in zwei verschiedene Eizellen bzw. Samenfäden. Bei Gleichartigkeit eines Anlagenpaares sind daher sämtliche Keimzellen in Bezug auf diese Erbanlage gleich, bei Verschiedenartigkeit eines Anlagenpaares werden im Verhältnis 1:1 ungleiche Keimzellen (Eizellen bzw. Samenfäden) gebildet.

Dominanzregel

Im Falle der Verschiedenartigkeit eines Anlagenpaares kann die eine Anlage die andere in ihrer Wirkung vollkommen aufheben. Die allein dann in Erscheinung tretende Eigenschaft wird die dominante, die nicht in Erscheinung tretende Eigenschaft die rezessive genannt.

 

 

Uniformitätsregel

Gleichheit aller Erbanlagen bedingt stets Gleichheit in der äußeren Erscheinung, wenigstens soweit Erbanlagen in Frage kommen. Gleichheit der Erscheinungsform setzt aber wegen der Möglichkeit des Vorhandenseins rezessiver Eigenschaften nicht die Gleichheit aller Erbanlagen voraus.

Unabhänigkeitsregel

Die Spaltung eines Erbanlagenpaares bei der Reifung der Keimzellen und die Neukombination bei der Befruchtung erfolgt unabhängig von anderen etwa gleichfalls vorhandenen Erbanlagen.

Äquiproportionalregel

Da die Verteilung der Erbanlagen bei der Reife der Keimzellen und bei der Befruchtung vollkommen dem Zufall unterworfen ist, lassen sich bei unbeschränkter Zahl der erzeugten Keimzellen die einzelnen möglichen Kombinationen und ihre Häufigkeiten nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeitsrechnung vorausberechnen.

 

Äußerliche Merkmale, wie z.B. Narben, verlorene Gliedmaßen, gefärbte Haare etc., sind Eigenschaften, welche nicht vererbt werden!

 

 


 

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