Der nächste Vereinsabend der Ornis findet am Dienstag den 1.August 2017 ab 19.30 Uhr bei Bernd Kruse, Pommernweg 8 in 49457 Drebber statt.  

Krankheiten bei Ziervögeln erkennen ! 

Bitte beachten Sie, dass die angesprochenen Krankheiten auf diesen Seiten nicht den Besuch bei einem vogelkundigem Tierarzt ersetzen. Diese Informationen sollen lediglich eine Hilfestellung zu den angegebenen Krankheiten geben.

Auch wenn wir den Gedanken an eine mögliche Krankheit am liebsten verdrängen würden, so sind unsere Vögel Lebewesen, die leider auch mal krank werden können.

Lange Zeit war die Ansicht verbreitet, dass man bei Kleintieren, insbesondere so zarten Geschöpfen wie Wellensittichen und anderen kleinen Ziervögeln, im Krankheitsfall kaum noch Möglichkeiten hat zu helfen. Die moderne Tiermedizin hat inzwischen jedoch vieles möglich gemacht, von neuen Diagnoseverfahren bis hin zu komplizierten Operationen. Deswegen ist es umso wichtiger, einem kranken Vogel diese medizinische Behandlung nicht vorzuenthalten!

Häufig sind normale Kleintierärzte jedoch nicht auf gefiederte Patienten vorbereitet und verfügen nur über ungenügendes Wissen in Bezug auf deren Körperbau und typische Anzeichen für Krankheiten. Auch der Umgang mit solch zerbrechlichen und zugleich manchmal recht wehrhaften Tieren will gelernt sein. Deshalb ist es unbedingt ratsam einen Tierarzt mit Zusatzausbildung im Bereich Ziervögel, einen sogenannten vogelkundigen Tierarzt, aufzusuchen, wenn das geliebte Haustier sich unwohl fühlt.

Im Gegensatz zu uns Zweibeinern können und wollen sich die Tiere diesbezüglich leider nicht mitteilen. Ganz im Gegenteil: Still und heimlich versuchen sie, ihre Krankheit zu verbergen.

Woran kann man aber erkennen, wann ein Gang zum Tierarzt angebracht ist? Vögel sind Fluchttiere und versuchen möglichst lange Krankheiten zu verstecken um keine potenziellen Raubtiere anzulocken, für die ein geschwächtes Tier eine allzu leichte Beute wäre. Darum ist es für einen Vogel absolut lebenswichtig, sich eine Erkrankung nicht anmerken zu lassen. Dieses Verhalten zeigen leider auch unsere Vögel, was uns das Leben nicht leichter macht.

Wenn wir also ein erstes Krankheitsbild erkennen, dann kann die Erkrankung schon sehr weit fortgeschritten sein.

Die Körpertemperatur eines gesunden Papageienvogels beträgt ca. 42 Grad Celsius. Um diese zu halten, ist ein hoher Stoffwechsel im Vogelorganismus nötig, d. h. reichlich Energiezufuhr durch Nahrungsaufnahme. Vögel besitzen nämlich so gut wie keine Fettreserven. Und dies kann im Krankheitsfall fatale Folgen haben, da bei Nahrungsverweigerung keine Reserven vorhanden sind.

Einem erfahrenen Vogelhalter wird in der Regel sofort auffallen, wenn sich eines seiner Tiere nicht normal verhält. Aber auch wir Laien können durch aufmerksames Beobachten erkennen, dass etwas nicht stimmt.

Treffen einige oder mehrere dieser Punkte zu, sollte das Tier unbedingt einem spezialisierten Tierarzt vorgestellt werden!

Warnsignale können sein:

- Atemnot, d. h. schwer atmet und/oder mit geöffnetem Schnabel nach Luft schnappt

- deutlich hörbare Atemgeräusche von sich gibt

- beim Atmen mit dem Schwanz auf und ab wippt

- nicht aufrecht, sondern fast waagerecht aufgeplustert dasitzt und mit beiden Füßen gespreizt auf

  dem Boden/Ast hockt  

- mit aufgeplustertem Gefieder extrem viel schläft

- nicht frisst oder nur im Fressnapf herum stochert,ohne dabei Nahrung aufzunehmen

- Gewichtsverlust, eventuell trotz vermehrten Fressens

- nicht trinkt oder aber extrem viel trinkt

- glanzlose, trübe Augen oder gar entzündete Augen erkennen lässt

- geschwollene Augenlider oder wässrigen/eiterigen Ausfluss am Auge oder Nase hat

- erbricht und/oder permanent würgt

- die Flügel kraftlos hängen lässt

- um die Kloake herum verklebten Kot am Gefieder aufweist

- an Gewicht verloren hat (durch Anpusten des Brustgefieders ist beim untergewichtigen Vogel das

  herausstehende Brustbein zu erkennen, man kann es auch gut ertasten)

- über einen längeren Zeitraum apathisch dasitzt

– ungewöhnlich zutrauliches Verhalten ohne erkennbaren Grund

- mehrmals hintereinander Durchfall (wässrigen Kot) hat

- zittert

- ungewöhnlich starkes Schnabelhornwachstum und/oder Krallenwachstum aufweist

– äußerliche Verletzungen

Dies kann natürlich keine vollständige Auflistung sein. Generell gilt: Wenn eine oder gar mehrere dieser Auffälligkeiten erkennbar sind, dann sollten wir nicht zögern und umgehend einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen. Am besten schon mal die Telefonnummer notieren, damit sie im Ernstfall sofort zur Hand ist. Aufgrund ihres schwachen Kreislaufs und schnellen Stoffwechsels können selbst vermeintlich harmlose Erkrankungen für kleine Ziervögel schnell tödlich enden.

Auch könnte schon im Voraus abgeklärt werden, welcher Tierarzt notfalls auch einen Hausbesuch vornehmen würde. Dies erwiest sich dann als sinnvoll, wenn im Ernstfall eine längere Fahrt mit dem Auto oder gar mit öffentlichen Verkehrsmitteln für den Vogel zu viel Stress bedeutete.

Eine genauere Beobachtung ist erforderlich, wenn der Vogel folgende Symptome zeigt, die für sich genommen zwar noch nicht unbedingt gleich auf eine schwere Krankheit hinweisen müssen, aber den Weg dahin markieren können:

- sich nachts unruhig in der Voliere bewegt ( nächtliche Unruhe)

- deutlich schläfriger als sonst

- stumpfes und/oder struppiges Gefieder

- nicht mehr so aktiv wie gewohnt

Derartige Auffälligkeiten können mal vorübergehend auftreten. Dauert dieser Zustand jedoch längere Zeit an - dann nichts wie hin zum Vogeldoktor !

 

 

 

 

 

 

 

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