Der nächste Vereinsabend der Ornis findet am Dienstag den 1.August 2017 ab 19.30 Uhr bei Bernd Kruse, Pommernweg 8 in 49457 Drebber statt.  

Winterfütterung der einheimischen Vogelwelt

Der Winter wird für unsere einheimischen Wildvögel immer mehr zu einer Heraus-forderung. Die Frage, ob und wenn ja wann und wie der Mensch füttern soll, wird jedes Jahr aufs Neue heiß diskutiert. In Deutschland leben 254 regelmäßig brütende Vogelarten. Die Vögel, die über den Winter nicht wegziehen, sind gut an die kalten hiesigen Witterungsbedingungen angepasst und finden in einer natürlichen, strukturreichen Landschaft auch im Winter ausreichend Nahrung. Die ca. 5% der heimischen Vogelarten, die man regelmäßig an Futterhäuschen sieht, gehören nicht zu den bedrohten Vogelarten. Die Grundlage des heimischen Vogelschutzes ist insbesondere die Erhaltung von naturbelassenen und naturnahen Lebensräumen. Die gefährdeten Arten kommen kaum ans Fensterbrett, da sie entweder Zugvögel sind, als Spezialisten an bestimmte Lebensräume der freien Landschaft gebunden sind oder die unmittelbare Nähe zu Siedlungen meiden. Die Fütterung von Wintervögeln ist kein wirklicher Beitrag zum Artenschutz. Sie gleicht nur im bescheidenen Rahmen die Verluste, die den Vögeln durch die verheerenden Eingriffe des Menschen in die Natur entstehen, aus. Der pädagogische und therapeutische Einfluss auf den Menschen ist allerdings unumstritten. Die Winterfütterung macht den Menschen Freude, und an Futterstellen lassen sich oft verschiedene Vogelarten aus nächster Nähe beobachten. So vermittelt das Füttern Artenkenntnis und Naturerlebnis. Unter sachkundiger Anleitung können gerade Kinder an die Natur und ihre Beobachtung herangeführt werden.

 

Schaubild - Wer frisst was ?

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NATURGARTEN                                                                                

Menschen, die Vögeln eine echte Chance geben wollen, legen Wert auf die ökologische Ordnung der Natur und verzichten auf eine sterile „Ordnung“ im Garten.

Zu vermeiden sind:                                                                                                                                             

1. Fremdländische exotische Pflanzen, die an hiesige Standorte nicht angepasst sind und                                 mit Dünger und Gift hochgepäppelt und gegen „Schädlinge“ geschützt werden „müssen“,                                

2. Hybriden und andere Gartenzüchtungen, die weder der Insekten- noch der Vogelwelt Nahrung bieten,       

3. Monokulturen, die nur wenigen Insekten- und Vogelarten eine Lebensgrundlage bieten. Die häufigste Monokultur ist der Rasen!                                                                                                                                

4. Alle chemischen Gifte (Biozide), Laubsauger,                                                                                              

5. Übertriebene bzw. überflüssige „Pflegemaßnahmen“, z. B. das Entfernen von Laub und Reisig und das Abschneiden der Stauden einjähriger Samenpflanzen,                                                                                    

6. Heckenschnitt in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September.

Durch das Pflanzen von einheimischen Wildkräutern, Wildsträuchern und Bäumen kann natürliche Vorsorge für den Winter getroffen werden. Geeignet sind: Als einjährige Pflanzen z. B. Krauser, Guter Heinrich, Weißer Gänsefuß, Spieß- und Rutenmelde, Gelber Steinklee, Gewöhnlicher Beifuß, Kohl- Kratzdiestel und Karde. Empfehlenswerte Bäume sind: Bergahorn, Feldahorn, Rotbuche, Traubeneiche, Vogelkirsche, Eibe, Winterlinde, Bergulme, Schweide. Auch im Faul-Laub, das Weichfresser gerne im Winter durchstöbern, finden sich Insekten und andere Futtertiere. Natürlich dienen Sträucher, Bäume, Kletterpflanzen und selbst Wildkräuter Vögeln als Deckung und Brutstätten. Heckenpflanzen sollten in unterschiedlicher Blattdichte angepflanzt werden, Buchen für mittelgroße Vögel, Wacholder für kleinere Vögel, zapfentragende Nadelgehölze für z. B. den Fichtenkreuzschnabel. Auch das Ansiedeln von Nutzinsekten fördert die Fruchtbildung vieler Pflanzenarten. Wildblumenwiesen, Aufschichtung von Reisig und abgeschnittenen Ästen bieten vielen Vogelarten Brutstätten. Unerheblich ist, ob man seinen Garten als Bio-, Natur – oder Ökogarten bezeichnet, wichtig ist, dass er den gefiederten Freunden hilft, denn jeder Quadratmeter vogelfreundlicher Garten zählt beim Erhalt einheimischer Vogelarten. Auf lange Sicht sollte diese Art des Naturschutzes spezielle Artenschutzmaßnahmen, wie die künstliche Winterfütterung, überflüssig machen. Grundsätzlich sollte die künstliche Fütterung auf die wenigen wirklichen Notzeiten beschränkt werden und vorrangig die wirklich bedürftigen und selteneren Arten berücksichtigen. So begegnet man einer zu starken Anpassung der Vogelwelt an die menschliche Zivilisation, die einen Verlust der natürlichen Auslese und Degeneration zu Folge hätte und somit wieder zu einer Benachteiligung der Zugvögel und bereits gefährdeter Arten beiträgt.

Vor Beginn der Fütterung sollten die wichtigsten Verhaltensregeln bekannt sein und auch eingehalten werden, um Schäden durch unsachgemäße Fütterung zu vermeiden.

1. Nicht „irgendwelche“ Vögel füttern! Zunächst herausfinden, welche Arten am zukünftigen Futterort  vorkommen. Zu unterscheiden sind Körnerfresser, Weichfresser, „Gemischt“-Fresser, Fleisch- oder Allesfresser.                                                                                                                                                   

2. Nicht „irgendwas“ verfüttern. Man muss genau wissen, welches Futter für welche Arten geeignet ist – „das“ Vogelfutter schlechthin gibt es nicht!                                                                                                       

3. Das Futter dort anbieten, wo es die einzelnen Arten natürlicherweise suchen: am Boden, an Baumstämmen, in Hängegeräten oder im Wasser!

4. Den Futterplatz wind- und regengeschützt einrichten. Ungeeignet sind die Schlechtwetterseite des Hauses oder ein Standort, der optisch „was hermacht“.

5. Fütterungsgeräte nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten kaufen, sondern nach ihrer Zweckmäßigkeit.

6. Richten Sie eher zwei/drei kleine, anstatt einem großen Futterplatz ein.

7. Futter unbedingt gegen Schnee, Regen und Kot schützen.

8. Futterhäuer müssen täglich gereinigt werden, da durch verdorbenes Futter und Kot sich Salmonellen und Kokzidien seuchenartig ausbreiten können. Auch bei Frost besteht diese Gefahr, besonders rasch vermehren sich diese Krankheitserreger jedoch bei einer milden Witterung.

9. Grundsätzlich nur und erst füttern, wenn wirklich extreme Witterungslagen ­natürlich hohe Verluste erwarten lassen. Gefüttert werden soll erst bei Dauerfrost unter -5°C und bei viel Eis und Schnee bzw. wenn die betreffende Gegend extrem nahrungsarm für die betreffende Art ist.

10. Nicht schon vor der erwarteten Notzeit füttern! Eine Gewöhnung an die Futterstelle i ist weder nötig noch empfehlenswert!

11. Keine großen Mengen auf einmal, sondern besser kleinere Mengen mindestens zweimal täglich füttern - Frühmorgens (Ausgleich des nächtlichen Energieverlustes) und eine Stunde vor der Dämmerung.

12. Bei anhaltend extremer Witterung ohne Pause – weiterfüttern! Vögel gewöhnen sich schnell an eine Futterstelle und verlassen sich auf diese. Wer vergesslich ist oder zwischendurch in den Urlaub fährt, sollte nicht mit der Fütterung anfangen bzw. einen großen Futterspender anbieten.

13. Nach Ende der Notzeit die Fütterung innerhalb einer Woche einstellen.

14. Auf keinen Fall über den März hinaus in die Brutsaison hinein füttern. Die Jungen der meisten Singvogelarten benötigen tierisches Eiweiß.

15. Absolut ungeeignet sind Essensreste, Backwaren, gesalzenes oder gewürztes Futter und reines Fett in Form von Margarine oder Butter. Obst und Fleisch nur in ganzen und großen Stücken!

16. Futterplätze vor Katzen und Hunden sichern!

GRUNDLAGEN DER ERNÄHRUNG

Vögel treten nur selten als Nahrungskonkurrenten des Menschen auf, sie ernähren sich in erster Linie von solchen Pflanzen und Tieren, die der Mensch aus seiner Position heraus für unnütz oder schädlich hält und deren Sammelbegriff er daher gerne mit der Vorsilbe „un“ versieht. „Unkraut“ und „Ungeziefer“. Vögel sind äußerst effiziente biologische „Schädlings-“bekämpfer. Heimische Vögel haben ganz unterschiedliche Ansprüche an ihre Nahrungsstellen, die sowohl von der Größe, der äußeren Form und inneren Struktur ihrer Schnäbel, als auch von den Inhaltsstoffen der bevorzugten Pflanzen abhängen. Die Vielfalt der Nahrungsquellen einer vom Menschen unberührten Landschaft ist daher von keiner Futtermischung zu erreichen. Die übliche Handelsware stammt ja nur von wenigen, einseitig auf Ertrag gezüchteten Kulturpflanzen und kann durchaus auch schon länger gelagert sein. Hinzu kommt noch, dass sie möglicherweise – anders als in der Natur – in einer Weise angeboten wird, die dem natürlichen Verhalten mancher nahrungssuchenden Vögel nicht entspricht.

Wildvögel

Körnermischungen – geeignet für Buch-, Berg- und Grünfinken, Erlen- und Birkenzeisig, Stieglitz, Bluthänfling, Gimpel, Kernbeißer, Fichtenkreuzschnabel, Goldammer, Haus- und Feldsperling. Gute Samenmischungen bestehen zu zwei Dritteln aus Sonnenblumenkernen und zu ca. einem Viertel aus Hanfsaat. Der Rest sollte aus Haferflocken, gehackten Nüssen und kleinen Sämereien bestehen. Besonders bevorzugt aufgenommen werden: Hirse, Negersaat, Mohn, Lein, Salat, Sommrrübsen, Distel, Klette, Vogelmiere, Vergissmeinnicht,Nachtkerze,Ampfer, Melde, Knöterich,Waldgeißbart, Heidekraut, Wegerich, Hirtentäschel, Löwenzahn, Gras (Wildgräser), Getreide, Gurke, Kürbis, Melone.                                                           

Körner-Fett-Mischungen – geeignet für Meisen, Kleiber, Spechte (=Gemischtfresser)                          Rinder- oder Hammeltalg erwärmt und mit etwa der doppelten Menge einer Körnermischung (siehe oben) vermischen. Zusätzliches Speiseöl verhindert, dass das Fett zu hart wird. Diese Mischung immer möglichst frisch anbieten.

Weichfutter–geeignet für Drosselarten, Baumläufer, Rotkehlchen, Zaunkönig, Heckenbraunelle,                      Schwanzmeise,Wintergoldhähnchen, Seidenschwanz, Haubenlerche und Star (Insekten- und Früchtefresser). Die Mischung Talg mit Weizenkleie, Beeren und Haferflocken im Verhältnis 1:1 hat sich bewährt. Die Aufnahme erfolgt am liebsten in zerbröseltem Zustand vom Boden. Auch gekochter Reis (ungewürzt), ganze Früchte, Rosinen und Beeren von Holunder, Eberesche, Mehlbeere, Schneeball, Efeu, Pfaffenhütchen, Berberitze, Liguster, Hartriegel, Kornelkirsche, Weißdorn, Schlehe, Heckenrose eignen sich zum Ausstreuen.

Wasservögel

Es ist oft nicht nötig, Wasservögel zu füttern. Durch zu intensive Fütterung wird bei Entenvögeln durch Gewöhnung an die übermäßige Fütterung oft das „Betteln“ ausgelöst. Fütterung hat auch eine unerwünschte Nährstoffanreicherung in den Seen zur Folge. Es sollte nur in Ausnahmefällen gefüttert werden. Dann empfiehlt sich die Fütterung eines handelsüblichen Geflügelfutters aus Getreide (Hafer, Gerste und Bruchmais) und anderem Körnerfutter, zerkleinerten Eicheln, gedämpften Kartoffeln, Salat, Wildkräutern, Obst und Garnelenschrot.

Greifvögel und Eulen

Greifvögeln kann nur indirekt Hilfe bei der Futtersuche angeboten werden. Eine nützliche Hilfestellung besteht im Anbringen von Sitzkrücken (2-3m hohe Pfähle mit Querholz) an geeigneten Stellen. Eine gute Hilfsmöglichkeit ist, Scheunen oder Kirchtürme für Schleiereulen zugängig zu machen. Eine nicht ganz geschlossene Scheunentür oder eine offene Dachluke von 20x20cm ist oft schon ausreichend.

FUTTERHÄUSER

Das wohl bekannteste, leider auch das am wenigsten sinnvollste, ist das traditionelle „Giebel-Futterhaus“. Das unter einem großen Dach gegen Regen und Schnee geschützte Futter verschmutzt durch Kot und zieht Feuchtigkeit, ist aber im Halbdunkel des Häuschens schlecht sichtbar und kann auf Grund der seitlichen Abschlussleisten auch nicht herausgekehrt werden.                                                                           Herkömmliche Häuschen müssen also unbedingt mit einer abwaschbaren Folie oder einer Lage Papier betrieben werden, die täglich zu reinigen bzw. auszutauschen ist. Besser ist, ein Häuschen mit einer herausziehbaren Schublade zu benutzen. Als Plattenmaterial eignet sich vor allem Massivholz von Nadelbäumen, das täglich mit heißem Wasser zu reinigen ist. Dieses kann durch eine umweltfreundliche Holzschutzlasur versiegelt werden. Lack ist für Vogelbeine zu glatt! Als Ständer ist ein einzelner bearbeiteter, glatter runder oder eckiger Pfahl oder Pfosten geeignet – möglichst mit Katzenschutz!

FUTTERAUTOMATEN

Automaten eignen sich nur für Körnerfutter, da Weichfutter und Fett klumpen und dadurch die Engstelle des Trichters verstopfen. Da Automaten in der Regel aufgehängt werden, eignen sich diese nicht für Bodenvögel oder größere Vogelarten. Für kleinere Vogelarten wie z. B. Meisen, sind diese geeignet, wenn die Futterschale großzügig überdacht ist und das Futter nicht mit Schnee und Regen in Berührung kommt.                        Grobe Fettmischungen mit Sonnenblumenkernen und Hanf lassen sich leicht formen und in kleinen Netzen in Zweigen aufhängen. Freihängende Fettfutter- Behälter werden allerdings nicht von allen Vogelarten ohne weiteres angenommen, da viele Weichfresserarten lieber am Boden fressen. Die Fettmischungen sollten deshalb entweder in Gefäßen unmittelbar am Baum oder in großen, natürlich aussehenden Futterhölzern angeboten werden. Sehr gut angenommen wird auch, wenn das Futter in die rissige Borke (abgestorbener) Bäume geschmiert wird.

Als Geräte für Fettfutter eignen sich:

1. Blumentöpfe und Kokosnusshälften mit einem eingesteckten Zweig, der ca. 10 cm herausragen muss. Dieser sollte möglichst rau oder verzweigt sein

2. Futterringe, die keiner Anflughilfe bedürfen

3. Futterdosen mit einem breiten, wulstigen und keinesfalls scharfen Rand

4. Mehrteilige Futtergeräte, die aus mehreren Dosen und/oder Kokosnusshälften bestehen

ERHÖHTE FUTTERSTELLEN

Warme Talgmasse lässt sich auf rissige Rinde, in Spalten und kleine Astlöcher alter oder abgestorbener Bäume schmieren, wo sie von vielen Vögeln aufgrund ihres natürlichen Verhaltens leicht angenommen wird. Dementsprechend braucht man unbearbeitete Talgstücke bloß an einem Ast festzubinden. Auch weniger klettergewandte Arten wissen diese Darbietungsweise zu schätzen.

BODEN-FUTTERSTELLEN

Die meisten Weichfresser, aber auch einige Körnerfresser suchen ihre Nahrung vor allem am Boden. „Saubere“, aufgeräumte und leergefegte Gärten, Parks und Felder bieten solchen Arten kaum noch Nahrung. Da nun aber Weichfutter- oder Gesamtfuttermischungen nicht ungeschützt oder unmittelbar auf den Boden gehören, benötigt man für solche Vogelarten ein Bodenhaus mit Unterlage. Geeignet ist eine alte große Holzkiste (Mindestmaße: Höhe 0,50m, Tiefe und Breite 1,0m), die man einer Schmalseite beraubt und dann ohne Deckel auf eine ihrer Längsseiten legt. Die Vögel können so in zwei Richtungen abfliegen und das Futter ist nach oben und unten vor Nässe geschützt. Gegen die Verschmutzung ist allerdings eine Lage Papier oder Sand und eventuell eine ganz flache Schale für das Futter ratsam. Bei ungünstiger Witterung am vorgesehenen Standort sollte man auf jeden Fall zwei Seitenwände vorsehen, die sich mit einem Scharnier zusammenklappen lassen. Ein Bodenbrett mit zwei aufgenagelten Leisten darunter verhindert den Bodenkontakt des Futters. Auch das Abdecken mit Geäst verhindert Verschmutzungen und bietet den Vögeln Schutz.

TRINK- UND BADEWASSER

Bei Temperaturen über Null Grad haben Vögel kein Problem, Trink- und Badewasser zu finden. Auch bei kalten Witterungsverhältnissen pflegen Vögel ihr Gefieder trotzdem und erfrieren normalerweise nicht, wenn sie nach dem Bad ein feuchtes Federkleid haben. Während langer Frostperioden und bei geschlossener Schneedecke ist es für Vögel oft sehr schwierig, Trinkwasser zu finden. An einem von Menschen eingerichteten Fütterungsplatz sollte deshalb eine Trink- und Badeschale nicht fehlen. Das Wasser muss täglich gewechselt und die Schale regelmäßig unter heißem Wasser gereinigt werden. Ideal sind flache Schalen, in denen das Wasser allenfalls ein bis zwei Zentimeter hoch steht. In die Schalen einen flachen Stein legen, damit die Vögel sich auf diesen retten können.

VOGELFREUNDLICHE HECKEN UND STRÄUCHER

Blutrote Johannisbeere                                Haselnuss

Roter Holunder                                             Wacholder

Bocksdorn                                                     Heidelbeere

Sanddorn                                                      Walderdbeere

Brombeere                                                    Himbeere

Schlehe                                                         Wilder Wein

Eberesche oder Vogelbeere                           Liguster

Schneeball                                                     Weißdorn

Gartenerdbeere                                             Rose

Schneebeere                                                  Wolliger Schneeball

Hainbuche                                                       Rotbuche

Stachelbeere                                                  Reisighaufen

VOGELSCHUTZGEHÖLZE

Vogelhecken sind relativ freiwachsende früchtetragende Hecken, die eine besondere ökologische Bedeutung für Vögel haben. Vogelschutzhecken bestehen meist aus einheimischen Heckenpflanzen, die weitgehend in das nahe Ökosystem eingebunden sind und für möglichst viele Vögel mit ihren Blüten, Knospen und Früchten eine Nahrungsgrundlage bereitstellen. Die Blätter einheimischer Heckenpflanzen stellen Nahrung für viele Insekten und ihre Larven dar, hier krabbelt, kriecht und raschelt es. Viele Vogelarten ernähren sich von diesen Insekten und lassen sich bevorzugt in Insektenreichen Hecken nieder zum Nisten und Brüten. Außerdem finden sich in vielen Vogelhecken Dornensträucher, die durch ihre Dornen bzw. Stacheln die Vögel vor Angreifern und Fraßfeinden schützen. Viele exotische Zier- und Heckenpflanzen, wie z. B. Kirschlorbeer, Zypresse und Thuja, erfüllen diese Voraussetzungen nicht und bieten für Vögel lediglich eine Versteckmöglichkeit.

Das Laub von Bäumen und Sträuchern im Umfeld einer Vogelschutzhecke sollte im Herbst möglichst liegen gelassen werden, damit Vögel im modernden Laub Insekten und Würmer finden können. Ergänzt werden kann eine Vogelschutzhecke im Garten durch Bäume wie Eberesche, Süßkirsche, Vogelkirsche oder Stieleiche.

Aktiver Vogelschutz beginnt also bereits mit der Auswahl der richtigen Heckenpflanzen, Vogelsträucher und Bäume im Garten. Fernab vom Vogelhäuschen wären damit viele Vögel im Winter nicht auf eine Fütterung durch den Menschen angewiesen. Vogelschutzhecken und einheimische Pflanzen sind ein unverzichtbares Element in einem naturnahen und ökologisch ausgerichteten Garten.

Unseren Durchschnittsgärten mangelt es an Artenvielfalt, da sie vorrangig aus Exoten bestehen, die der Natur keine verwertbaren Früchte bieten. Im Gegensatz dazu unsere heimischen Gehölze: Sie bieten der Vogelwelt einen reich gedeckten Tisch. Im Schnitt sind heimische Gehölze sechsmal wertvoller als exotische. Ein heimisches Gehölz ernährt durchschnittlich 24 Vogelarten – ein exotisches nur 4 !

Heimisches Gehölz

Anzahl Vogelarten

Exotische Pflanzen

Anzahl Vogelarten

Vogelbeerbaum

63

Felsenbirne

21

Holunder, schwarz

62

Ölweide

16

Vogelkirsche

48

Schneebeere

13

Süßkirsche

48

Robinie

11

Roter Holunder

47

Herbstkirsche

10

Gewöhnlicher Wacholder

43

Weißer Hartriegel

9

Himbeere

39

Tatarenheckenkirsche

7

Zwetschgenbaum

39

Thunbergberberitze

7

Faulbaum

36

Korallenstrauch

6

Rote Johannisbeere

24

Japanische Scheinquitte

6

Brombeere

32

Flieder

5

Weißdorn

32

Feuerdorn

4

Eiche

28

Baumhasel

4

Rotbuche

26

Goldregen

4

Europäische Eibe

24

Kirschlorbeer

4

Gemeiner Pfaffenhut

24

Platane

2

Gemeiner Liguster

21

Trompetenbaum

2

Schwarzdorn (Schlehe)

20

Rosskastanie

2

Bergahorn

20

Thuja

1

Gemeine Berberitze

19

Forsythie

1

 

 

 

 

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