Der nächste Vereinsabend der Ornis findet am Dienstag den 14.November 2017 ab 19.30 Uhr im Landgasthaus Halfbrodt, Hauptstraße 47 in 49457 Drebber statt.

 

Mutationen

Das Thema Mutationszucht ist schon eine kleine Wissenschaft für sich. Viele wollen sich nicht damit beschäftigen, weil sie die Mutationszucht ablehnen oder die entsprechende Vererbungsweise (Tabellen!) nicht verstehen oder umsetzen können.

Die AZ-AGZ-IG Farben und Genetik, mit P. Frenger, kann zumindest dem Wissensdurstigen in der Großsittichzucht mit deren Homepage in vielen Fällen weiterhelfen. Auch das vorhandene Bildmaterial ist von guter Qualität.

Für den Wellensittich-Züchter gibt es zusätzlich noch einschlägige Literatur, ebenso für den Kanarien-Züchter. Hier hilft auch der DKB auf seiner Homepage weiter.
Für den Exoten- und Cardueliden-Züchter gibt es auf den einzelnen Spezialseiten Hilfe.

 

 

Nachfolgend eine kleine Auswahl der Mutationsvarianten:

- Eumelanine-Mutationen:
Bei diesen Mutationen verändert sich die Qualität/Form oder die Menge der Eumelanine. Dieses hat dann Auswirkungen auf das gesamte Gefieder, aber auch nur stellenweise oder mit zunehmendem Alter. Betroffen sind oft auch Hornteile, sowie die Augenfarbe und die Farbe der Beine/Füße. Bekannte Mutationen sind u.a. Zimt, Lutino, Falbe, Schecke, Dilute und Melanistisch.

- Psittacine-Mutationen:
Bei diesen Mutationen verändert sich die Menge, aber auch die chemische Zusammensetzung der Psittacine. Eine Veränderung in der Menge hat oft Auswirkungen auf das gesamte Gefieder. Die Veränderung in der chemischen Zusammensetzung führt allerdings häufig dazu, das rote Federn rosa oder orange, bzw. gelbe Federn orange oder rot werden. Die Veränderung hat keinerlei Einfluß auf die Farbe der Augen, Beine/Füße und Hornteile. Das Dunenkleid der Jungtiere ist manchmal farblich verändert. Bekannte Mutationen sind u.a. Blau, Türkis, Orange(maske) und Rotbauch (Selektion).

- Federstruktur-Mutationen:
Bei diesen Mutationen verändern sich die Strukturzellen in der Schwammzone, bis hin zur Auflösung, welches dann Auswirkungen auf die Farbtiefe hat. Betroffen sind nur die blauen Lichtstrahlen. Die Veränderung hat keinerlei Einfluß auf die Farbe der Augen, Beine/Füße und Hornteile. Bekannte Mutationen sind u.a. Violett, Graugrün und der Dunkelfaktor.

- Pigmentverteiluns-Mutationen:
Bei diesen Mutationen verändert sich die Verteilung der Psittacine und der Eumelanine in der Feder. Melanine können reduziert und Psittacine verstärkt werden. Durch Selektionszucht können bestimmte Merkmale noch intensiver heraus gezüchtet werden. Die Farbe der Beine/Füße und Hornteile ist bei manchen Sittichen betroffen. Oft sind Nestlinge der Mutation am Daunenkleid erkennbar. Als bekannte Mutation ist Opalin zu nennen.

- sonstige Mutationsvarianten:
Bei diesen Mutationen verändert sich zum Beispiel das Material, aus dem die Feder besteht. Hierzu gehört die Mutation Slaty (Schieferfarben), welche sich auf die Zusammensetzung des Keratins auswirkt. Die Veränderung hat keinerlei Einfluß auf die Farbe der Augen, Beine/Füße und Hornteile.

 

 

 

 

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